In Istanbul geht das Licht aus – RB verliert 2:0

Laut sollte es werden, ein Hexenkessel. Es wurde laut. Es wurde bei jedem Ballbesitz der RotenBullen ein Pfeifkonzert. Das hat unsere RotenBullen sicherlich auch beeindruckt – aber nur rund 20 Minuten. Jedoch: das Problem: nach 11 Minuten stand es 1:0 für Besiktas. Am Ende stand es 2:0 obwohl die RotenBullen deutlich mehr Chancen und deutlich mehr Ballbesitz hatten. Hier muss ein Antrag an die FIFA her.

Einige Väter hatten sich verabredet und schauten die „Late-Night-Show“ aus Istanbul über den Beamer. Lautstärke beim gemeinsamen Fußballabend wurde über die Bluetooth Anlage erzeugt. Da die Kinderlein schon zu Bett gebracht waren, mußten wir unsere Emotionen dämpfen und etwas leiser Mitfiebern – gesagt getan, war sowieso kein Problem, denn erst ab der 20 Minute wurde es für Besiktas gefährlicher. Die RotenBullen kamen immer besser ins Spiel. Besiktas hatte schon Glück, dass die Kugel nicht einschlug.

By-the-Way: „Glück“, Glück hatten auch die RotenBullen, denn eigentlich hätte der übereifrige Keita nach ca. 17 Minuten die rote Karte durchaus gezeigt bekommen können. Der Schiedsrichter aus Russland zeigte Gnade und ließ den Deckel stecken. Alle erwarteten nun vom Trainer Hasenhüttel eine Auswechselung von Keita. Ausgewechselt wurde zwar, jedoch nicht Keita sondern Turbo-Timo (Bildzeitung). Er hatte Kreislaufprobleme. Kurz vor der Pause dann in der Drangphase von den RotenBullen das 2:0. Ilse hätte besser daran getan zum Ball hinzugehen als auf ihn zu warten … „Peng“ und drinne war er.

Zweite Halbzeit: Es spielt nur noch eine Mannschaft. Wir machen Druck ohne Ende und kommen auch zu wirklich guten Chancen: Sabitzer an die Latte, Bruma – direkt nach seiner Einwechslung für Keita – gaaaanz knapp vorbei am Dreieck rechts oben. Es drohte dunkel zu werden für Besitktas. Es wurde dunkel für Besiktas, aber auch für Leipzig. Denn das Flutlicht im Stadion viel für 11 Minuten aus. Hoffnung: Feuerzeug, Spielabruch, drei Punkte für RB. Es blieb aber bei der Hoffnung, denn das Licht ging wieder an.

Dann wurde es plötzlich leise, ganz leise. Allerdings nur im Stadion der Väter und älteren Schüler der Fangruppe Borsdorf. Die Bluetooth-Verbindung vom Beamer zum Lautsprecher fiel aus. Eine kurze Reparatur und die Stadionathomsphäre ist wieder hergestellt. Aber am Ende bleibt es beim 2:0 für Besiktas, obwohl die ROTENBULLEN definitiv das bessere Team waren. Wir beantragen bei der FIFA eine Regeländerung, wer mehr als 60% Ballbesitz hat bekommt zwei Tore gut geschrieben … Ausnahme: der FC Bayern.

emotionsfrei

Da blieb Tim Tölke glatt die Sprache weg

Mitte der zweiten Halbzeit gegen die Eintracht aus Frankfurt Entsetzen bei den Leipziger Fans. Ist das Budget der Rasenballer erschöpft oder sind sie gar Pleite? Hat Vater Dieter Mateschitz sein Kind im Vorschulalter verstoßen? Kann der Spielbetrieb bis zum Abpfiff überhaupt noch aufrecht erhalten werden oder hat Gewerkschaftsboss Weselsky eine neue Nischengruppe gefunden, um einen globalen Markt zum Erliegen zu bringen?

Was ist geschehen? Timo Werner erzielt die vermeintliche Vorentscheidung zum 2:0 und außer enthusiastischem Jubel passiert nichts. Kein „Tooooooor für R B“, kein „Unser Torschütze mit der Nummer 11 ins Tiiimooo“ und auch kein „und damit haben wir einen neuen Spielstand, RB Leipzig“. Auch bei den folgenden Auswechslungen keinerlei Kommentar vom roten Jacket-, Schlips- und Schuhträger.

Dabei hatte Stadionsprecher Tim Tölke dieses Mal sogar seinen Zwilling Alois zur Unterstützung mitgebracht. Die Beiden moderierten wie immer gekonnt das Spiel an und präsentierten gemeinsam die Mannschaftsaufstellung.

Zunächst war also alles wie immer. Selbst der Frankfurter Torhüter Hradecky stand unserer Mannschaft wieder unterstützend zur Seite, wenn auch dieses Mal nicht mit einer feinen Einzelleistung. Der kurz zuvor eingewechselte und mit hohen Erwartungen gestartete Kevin Prince Boateng lieferte – und zwar mit seinem ersten Ballkontakt einen Rückpass über das halbe Feld, den der Frankfurter Keeper unter Druck Marcel Sabitzer servierte. Dann ging es ganz schnell. Eine scharfe Hereingabe, ein Schuss aus der Drehung von Timo Werner und ein Abpraller zu Jean-Kevin Augustin, der sich vor unserer Kurve keine Blöße gab und sicher vollendete. Das Ganze stimmungsvoll von Tim Tölke veredelt, damit auch die Hessen wissen, wie es steht.

Nach der einseitigen, von unseren Roten Bullen absolut überlegen geführten ersten Spielhälfte gab es dann auch einen mehr als passenden Interviewgast, Handballgott Philipp Weber, der mit den beiden Moderatoren Werbung für das sonntägliche Punktspiel des DHfK in der benachbarten Arena gegen Hannover-Burgdorf machte.

Erste Zweifel, dass das Budget für an diesem Tag zwei Stadionsprecher nicht reicht, kamen schon bei der nur per Videoleinwand vollzogenen Bekanntgabe der offiziellen Zuschauerzahl von nur 40.606 auf. Als aber Timo Werner im nunmehr laut der Mediadesign Hochschule Düsseldorf offiziell schönsten Trikot der Liga sein fünftes Saisontor schoss und die Stimme des besten Stadionsprechers der Welt ausblieb, war das Grauen unter den Fans greifbar.

So haben wir die Timo-Werner-Rufe halt ohne die Unterstützung von Alois und Tim Tölke ganz traditionell selbst übernommen. Ein Ausfall des Stadionmikrofons hindert uns noch lange nicht an der verdienten Würdigung der Leistungen unserer Mannschaft.

Hasenhütte

Die Hesse komme

Rein-Raus-Rot-Hradecky – das war der Arbeitsnachweis des Frankfurter Torwarts nach 3 Minuten im ersten Spiel des Jahres . Wir waren bis dahin zufrieden – und erst recht als Marvin Compper in Gerd-Müller-Manier den Abpraller des fälligen Freistoßes ins Tor bugsiert hat. 

Was so spektakulär begann, entwickelte sich dann jedoch zu einem zähen Ringen. Letzteres müssen wir wohl auch im nächsten Heimspiel am Wochenende gegen den Deutschen Zweitligameister von 1998 erwarten. Auch wenn es bei den Hessen in der sommerlichen Transferphase einen regen Bettenwechsel mit 9 Abgängen und 15 Neuzugängen gab, ist eine Konstante geblieben. Die heißt Nico Kovac und verlangt Ordnung und Disziplin. In den ersten zwei Bundesligaspielen der Saison stand dann auch die Null – zumindest vorn. Die bisherige Auswärtsbilanz der Frankfurter ist aber dennoch durchaus beeindruckend. In drei Spielen haben die Kicker aus der Mainmetropole bislang zwei Siege und ein Unentschieden eingefahren und dabei noch kein Gegentor hinnehmen müssen. Es wird also Zeit, den aufstrebenden Adlern am Wochenende die Flügel zu stutzen.

Zu dem mit 31 Lizenzspielern nach Augsburg zweitgrößten Kader der Liga gehören auch zwei Spieler mit Leipziger Vergangenheit. Beim Florentiner Leiharbeiter Ante Rebic haben auch wir im ersten Zweitligajahr – letztendlich vergeblich – versucht, Leipzig und Leistung zusammen zu bringen. Bei Renat Dadachov, der wegen Land und Leuten ebenfalls im Jahr 2014 zu Fuß nach LE gekommen und um Einlass in die Jugendakademie gebettelt hatte, bestand die Hoffnung, endlich das erste „Eigengewächs“ bei den Profis zu etablieren. Herbergsmutti Rangnick und der technisch und athletisch hoch veranlagte Stürmer hatten sich Ende 2016 aber nicht mehr lieb, weshalb es für Renat Dadachow hieß: Back to the roots. Hoffen wir, dass die Beiden am Samstag in Leipzig, wie es unser Trainer Ralph Hasenhüttl immer so treffend formuliert, „noch etwas dazulernen werden“.

Hasenhütte

Aktion: Neue, zweite Fahne für die FanGruppe Borsdorf

Im September 2017 wurden wir vom Fanverband eingeladen vor jedem Heimspiel auch mit unserer Fahne im Innenraum präsent zu sein.

Diese Einladung nahmen wir gerne an und beschafften uns zu diesem Zweck eine zweite, größere Fahne (2X3 Meter).

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Die Väter der Fangruppe legten zusammen und schon war die Anschaffung finanziert.

Am 16. September 2017 war mit dem Spiel gegen Mönchengladbach (2:2) Premiere. Erster Fahnenschwenker war Eike.

 

RB Leipzig zu Gast in Augsburg – Komödie oder Tragödie?

5. Spieltag in der Fussball-Bundesliga. Wieder Flutlicht. Wieder englische Woche für RB Leipzig. Die Reise führt diesmal in eine durch die “Puppenkiste” bekannte Stadt, nach Augsburg. Und ob uns dort nun eine Komödie in Form eines Torspektakels oder eine Tragödie mit einer dramatischen Schlussphase bevorsteht, lässt sich bei diesem Spiel leider kaum sagen.

DIE AUSGANGSLAGE: Beide Mannschaften haben die gleiche Punktzahl, 7 an der Zahl und stehen in der Tabelle auf den Plätzen 6 (RB) und 7 (FC Augsburg). Jeder Spieler hat zum Auftakt eine Niederlage schlucken müssen, und dann sind alle durchgestartet. Rein von der bisherigen Bilanz gegen Augsburg und der aktuellen Saisonleistung scheint also ein Remis ein plausibles Endergebnis zu sein.

TAKTIK UND PERSONAL: Umschalten ist das Stichwort für die Taktiken beider Mannschaften. Augsburg spielt unter Trainer Manuel Baum sehr defensiv, hat aber durch die gefährliche Offensive um Alfred Finnbogason auch regelmäßig gute Torabschlüsse parat. Diese müssen wir mit unserer Defensive unbedingt verhindern. Apropos Defensive: gemäß aktueller Medienberichte fehlen bei den Roten Bullen Klostermann und Upamecano. Keita ist leider auch noch gesperrt. Bei Augsburg kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen, aber Rotation wird von beiden Seiten angekündigt.

FAZIT: Die WWK als Sponsor, nicht nur der Arena in Augsburg, kann ein spannendes Spiel versichern. Welche Mannschaft findet die entscheidenden Lücken und mit welcher Fitness werden diese bespielt. Nach dem dritten Spiel für RB in 7 Tagen kann man gespannt auf diese Partie blicken. Eventuell ist der Sprung auf einen Champions-League-Platz drin, für beide Mannschaften.

FST

Fohlen schwer zu zähmen

Das Heimspiel gegen Mönchengladbach ist so etwas wie die Nagelprobe: Wie verkraften unsere Roten Bullen die Mehrfachbelastung mit Liga, Champions-League und Pokal?Aber zunächst: Wer ist auf der Innenseite des Flugblatts? Aha, Ilse – unsere Allzweckwaffe.

So, Versorgung mit Getränken und Brezeln sicherstellen und erst mal Plätze einnehmen. Die letzten Sonnenstrahlen machen es sehr angenehm.

Auch der Gäste-Fanblock ist schon sehr gut gefüllt. Immer wieder schallen Unmutsbekundungen der gegnerischen „Fans“ herüber, die jedes Mal aus unserem Fanblock mit lautstarkem Beifall beantwortet werden. Man mag sich. 😉

Von Tim Thoelke erfahren wir, dass Domme Kaiser heute zarte 29 wird und auf die Fanta4 steht. Wir wünschen ihm eine zeitige Einwechslung – wenn er schon nicht in der Startaufstellung steht.

Kurz mal die Aufstellung checken – Nein, tut er nicht. Dafür gibt Kampl sein Debüt. Und Ilse macht heute den Innenverteidiger. Auf dieser Position hat er ja schon Erfahrung aus der letzten Saison.

Forsberg ist Kapitän. Gehört der auch zum Mannschaftsrat?

Gleich kommt die Fan-Hymne.

Vorher aber noch die von Borussia. Anschließend enthüllen die Gladbacher ihre ganze Zuneigung mit dem Schriftzug Scheiss RB. Bei flüchtigem Lesen ist „RB“ nicht zu erkennen und man könnte das erste Wort mit dem Banner weiter unten in Verbindung bringen. („Traditionsverein seit 1900“)

Egal, wir grölen lautstark unsere Hymne und schreien uns bei der Aufstellung die Seele aus dem Leib. Einmal Leipzig, immer Leipzig…

Das Spiel läuft. Die erste gute Aktion gehört den Gladbachern. Tief durchatmen nach anderthalb Minuten. Aber unsere Bullen nehmen das Heft in die Hand. Kampl und Laimer fügen sich super ein und kombinieren mit den anderen Spielern, als ob sie schon ewig hier sind.

Laimer auf Kampl, der schickt Bernardo außen, Bernardo schiebt den Ball in die Mitte und genau da ist Werner zur Stelle. TOOOOOOOOOR

So, die Machtverhältnisse sind erst mal geklärt.

RB kriegt das Spiel jetzt komplett in den Griff und kombiniert… WAS? ELFMETER? NIEMALS! Hazard bringt das Ding natürlich unter.

Aber kurz danach nimmt Augustin nach einem Keita-Zuspiel den Ball herrlich in der Drehung mit und verwandelt zum 2:1.

Nachspielzeit. Stindl und Raffael scheitern an Gulacsi. Pause, durchatmen.

In der zweiten Hälfte verlieren die Jungs irgendwie den Faden. Ilse und Upa machen ein super Spiel, aber der Rest kriegt nix mehr hin. Stindl nutzt ein Missverständnis im RB-Mittelfeld und trifft zum 2:2.

Und dann auch noch das: Rot für Keita.

Fast das ganze Stadion ist empört. Im Nachgang erfahren wir, die Karte geht wohl in Ordnung.

Das Ergebnis übrigens auch. Ein verdientes Unentschieden.

Unschön nur: Nach dem Spiel erfahren wir in der Bahn, dass Gäste-„Fans“ während des Spiels RB-Fans und Kinder mit Bierbechern beworfen haben und auf Ordner losgegangen sein sollen. So sollte Fußball nicht sein. Und ist es auch nicht – jedenfalls bei uns.

MayThe4th

FGB Fahne im Innenraum

Wie toll ist das denn? Der Fanverband RB Leipzig hat bewirkt, dass von Fanclubs Fahnen vor und während des Einlaufens im Innenraum geschwenkt werden dürfen.

Super Sache! Wir sind mit unserer Fahne auch dabei. Ein Schüler aus unserer Fahngruppe ist hier zu sehen. Bulli hilft beim schwenken.

Bild 1: Vorbereitung für den Eintritt in die Red Bull Arena.

Bild3 : Der erste Fahnenschwenker der Fangruppe Borsdorf.

Bild 3: Auch andere Gruppen tragen ihre Fahnen in den Innenraum.

Europapokal! Leipzig international! – Nach 29 Jahren endlich wieder fussballerische Sternstunden in der Champions League gegen den AS Monaco

13.09.2017:  Es war ein Abend, der monatelang mit Spannung erwartet worden ist. Es war ein Abend, an dem RB Leipzig mitteldeutsche Fußballgeschichte schrieb. Ich selber hörte schon viele Tage vorher gerne die Champions-League-Hymne, weil ich es nicht mehr aushaltenkonnte.
Wir hatten uns mit Block 29, Reihe 2 gute Plätze erobert und verpassten den Einlauf wegen einer im Nachhinein sehr gut aussehenden Choreografie. RB Leipzig gegen den AS Monaco…Vizemeister der Bundesliga gegen den französischen Meister. Und es ergab sich ein spannendes Spiel.

Man kann eines bereits jetzt sagen: es war die ganze Zeit ein absolut ausgeglichenes Spiel. Monaco war taktisch gut eingestellt und ließ vor allem unserem Fußballgott Timo Werner kaum eine Chance. Eine gute Defensivarbeit und das Funktionieren der Abseitsfalle ließen unsere Roten Bullen nur schwierig offensiv zur Entfaltung kommen. Bis auf einen legendären Augenblick. Es läuft die 33. Minute Marcel Halstenberg spielt auf der vom Fanblock aus gesehen rechten Außenbahn einen langen Pass in die Spitze. Yussuf Poulsen lässt den Ball durch und Forsberg schnappt ihn sich. Im Umfeld von mir denken sich viele: Spiel ab Emil, denn Timo Werner war in der Mitte frei. Stattdessen aber nimmt Forsberg den Ball und schießt ihn aus spitzem Winkel ins lange Eck. Im Stadion bricht sofort ein unvergesslicher Jubel aus, es ist unser historisch erstes Tor in der Champions League. Doch leider hält die Führung nicht lange. Praktisch im Gegenzug fällt der Ausgleich für Monaco. Nach einer Flanke verlieren wir die entscheidenden Zweikämpfe und müssen infolgedessen ein unglückliches Tor durch Youri Tielemans schlucken. Danach war dann auch schon fast Halbzeitpause. 

In der zweiten Halbzeit überließ uns Monaco größtenteils den Ball, aber Werner in seiner unnachahmlichen Art, Tore aus unmöglichen Winkeln zu erzielen und Marcel Halstenberg nach einer Ecke verpassten es, weitere Tore zu erzielen. So mussten die Roten Bullen auch auf Konter der Monegassen aufpassen. Hierbei ist mir an diesem Abend Dayot Upamecano positiv aufgefallen. Sei es in einer Eins-zu-Eins-Situation Mitte der zweiten Halbzeit oder aber sein Solo in der ersten Halbzeit. Schlussendlich hatten wir am Ende nochmal eine große Chance durch Jean-Kevin-Augustin. Die Linienrichter haben das Abseits von ihm nicht mitbekommen, daraus entstand die große Chance. Was wir alle auch nicht mitbekommen haben und ich auch erst aus dem DAZN-Spielbericht weiß, ist ein Ellenbogencheck gegen Timo Werner im Strafraum der AS Monaco in der Nachspielzeit. Das hätte Elfmeter geben müssen, gab es aber nicht.

Fazit: RB Leipzig trennt sich von der AS Monaco schlussendlich 1:1. In einem ebenbürtigen Duell tappten die Rasenballer leider häufig in die Abseitsfall gegen taktisch clever agierende Monegassen, sodass es nicht zum Sieg reichte. Emil Forsberg hat mit einem tollen Tor Leipziger Fussballgeschichte geschrieben und unsere Defensive hat großartig verteidigt. Das macht Lust auf mehr, schon in zwei Wochen geht es auswärts gegen Besiktas Istanbul.
FST

Die Sache mit dem Schiri (0:2 gegen die Knappen verloren)

Wie man eine Saison am schönsten beginnt, ist seit eh und je klar: auf den angestammten Plätzen im Heimstadion, mit mindestens einer Bratwurst, Bier (oder Schorle für die Kids), vielen Tore durch entfesselt aufspielende 11 Jungs auf dem Rasen, im Block weht die Fahne,der Schiri hat nie Recht.
Nun, dass mit dem Heim(stadion) wurde schon mal nichts. Der DFB hatte sich für Gelsenkirchen entschieden und 500km waren für’s erste Spiel nicht überwindbar: den vielen Kindern der FGB war die Fahrt einfach zu lang und so wurde es nur ein halbes Heimspiel: auf dem Sofa. Und die Fahne wehte nicht, sondern hing nur an der Wand. Auch die Versorgung wurde morgens sichergestellt: Nach einem gemeinsamen Einkauf und dem Kaltstellen der lebensnotwenigen Flüssigkeitsversorgung konnte grünes Licht für den späten Nachmittag gegeben werden.
Und dann ging es los: Nach einigen floskelhaften Fernsehvoranalysen hat der Schiri ein Einsehen und pfeift die Partie an. Anstoß, erleichtertes Aufatmen, gespannte Stille.
Aber da war doch noch was…ah ja: die Sache mit der Bratwurst. Ups, vergessen einzukaufen. Aber es gibt ja Kühltruhen.

Schnell war aber nach dem Anpfiff eins klar: mit den vielen Toren wird es schwierig. Beide Teams arbeiteten intensiv defensiv, und zwar an einer neuen Variante der chinesischen Mauer. Zwar war –natürlich- Leipzig spielerisch überlegen und auch der Ballbesitzanteil war auf unserer Seite belegbar höher. Kam aber mal ein Ball näher zum Tor hatten entweder Keita oder di Santo ihre Füße im Spiel und sorgten für einen sauberen Kasten. Kurz vor der Pause der Dämpfer- 1:0. Naja, es gibt ja noch die Bratwurst. Der Grill hatte eine Halbzeit um heiß zu werden und Dank des beherzten Auftauens im Wasserbad konnten heiße Bratwürste die Stimmung aufhellen.

Und dann schien sich auch das Blatt zu wenden: zweite Halbzeit, jetzt aber: Elfmeter für uns! Klares Handspiel. Ups, der Schiri malt ein Viereck in die Luft: Nix da mit Elfmeter. Die Wiederholungen im TV zeigen aber doch deutlich: da war eine Hand dran…. Empörung, Protest. Aber leider hört man uns in Gelsenkirchen irgendwie nicht. Und es gibt dort offensichtlich andere Fernsehbilder (oder war das in Köln?!) Nun gut, unsere Jungs geben trotzdem alles!
Jenseits der 70. Minute ist aber alles entschieden: 2:0. So ein …

Nach reichlich 90 Minuten stimmt gar nichts mehr: es bleibt beim 2:0.
So können wir immerhin die Vorfreude auf den ersten Sieg noch konservieren.

Hab’ ich was vergessen? Ach ja, die Sache mit dem Schiri: Dass er im Stadion meist Unrecht hat, weiß ja jeder. Aber im Fernsehen ist es dann doch meist so, dass die Entscheidungen stimmen. Klingt komisch, ist aber so. Aber da hat heute ja mal gar nix gepasst.

KeinRadlerBitte