Premierensieg gegen Stuttgart – Sabitzer schießt RB in den siebten Himmel

21.10.2017: Die Reise zum Spiel führte mich nach vielen Wochen mal wieder in die Gemeinde, wo ich mein Abitur gemacht hatte. Nach einer kurzen Zugfahrt getreu dem Motto „Das Leben in vollen Zügen genießen“ kamen wir relativ zeitig in der Red Bull Arena an und ergatterten uns Plätze im Block 24, 3. Reihe.

12 Minuten vor dem Spiel ertönte die Fanhymne, es ist immer ein beeindruckendes Bild, wenn 40.000 Zuschauer ihre Schals in die Luft halten.

Doch dann nahm dieser Nachmittag eine traurige, sehr emotionale Wendung. Am Dienstag wurde bekannt, das der NLZ-Leiter Thomas Ahlbeck verstorben ist, dementsprechend dachten Fans, Spieler und Verantwortliche beider Mannschaften an Thomas Ahlbeck und drückten mit einem großen Applaus ihr Beileid aus.

Nahezu AusVerkauft

Und dann begann das Spiel. Es wurde das erwartet schwierige Spiel, was diesmal dem Motto „Willst Du mal Spektakel seh`n, musst Du nur nach Leipzig geh`n nicht entsprach. Aber das war nach Dortmund und Porto doch irgendwie absehbar und verständlich.

Und so kam es, das ein Geniestreich das Dach der Red Bull Arena wegfliegen ließ: in der 23. Minute kombinieren Forsberg, Keita und Werner und bringen den Ball letzendlich zu Sabitzer, der schnappt sich den Ball gut 23 Meter vor dem Tor und schlenzt ihn gefühlvoll in den Winkel. Ein Traumtor, und die verdiente Führung für Rasenballsport. Timo Werner hatte noch eine Chance, und dann war die Hälfte der Partie auch schon wieder rum.

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt, Stuttgart mit der ein oder anderen guten Tormöglichkeit und RB setzte auf Konter und verteidigte geschickt. Das obligatorische Zittern bei RB-Spielen war diesmal nur geringfügig nötig, sodass am Ende ein verdienter Sieg gegen Stuttgart zu Buche stand.

Es war ein angenehmer Nachmittag in der Red Bull Arena, in diesen so interessanten und anstregenden Wochen für RB Leipzig.

 

FST

… und es geht doch! 2:1 Auswärtssieg in Köln

1.10.2017: 0:2 in Aue, 1:3 in Nürnberg, 0:1 in Ingolstadt und 0:3 beim FC Bayern alle Auswärtsspiele bei denen Mitglieder unserer Fangruppe waren gingen bisher verloren. Jetzt ist die Serie gerissen und wir können beruhigt nach Porto fahren.

Wir haben das lange Wochenende mit Brückentag und dem Tag der Deutschen Einheit genutzt und sind ins Rheinland gereist. Von Koblenz ging es mit Nahverkehrzug nach Köln. Viele Effzeh Köln Fans steigen im Zug zu. Das schöne Rheintal zieht an uns vorbei.


Wir steigen in Köln aus und lassen unsere Hoodies und die Fahne mal lieber eingerollt. Die ganze Stadt scheint auf den Beinen. Aber nicht nur wegen des Fußballspiels, es war auch Kölnmarathon. Die Sonderzüge der Straßenbahnen sind so voll wie in Leipzig. Große Freude kommt auf als wir an einer Sportsbar vorbeifahren und dort gerade das 2:2 der Hertha gehen Bayern angezeigt wird. Am Stadion angekommen greift die Karnevalstimmung um sich. Fangruppen mit großen Bollerwagen und Humpatäterä und Höhnermusik ziehen an uns vorbei, die Fans sind froh und gut gelaunt. Keine Anzeichen von Krawall.


Hier steigt auch mein Mut und ich lasse mich mit Apfelbullen-Shirt vor Hennes dem 8. ablichten. Dann rein ins Stadion. Unser Fanblock füllt sich immer mehr und die Vorfreude steigt.


Gegenüber zeigen sich drei unverbesserlich Lok-Fans in den Reihen der Effzeh-Fans. Wieso kommen diese Leute einfach nicht ohne Rumpöbeleien und Mittelfingergesten aus. 

Dann endlich der Anpfiff. Gefühlt ist Köln mindestens gleich gut. Unsere RotenBullen gehen in der 30. Minute durch Klostermann mit 1:0 in Führung, Köln bleibt dran und meine Sorge um Gegentore bleibt immer erhalten.


Als dann Poulsen in der 80. Minute auf 2:0 erhöht scheint alles klar. Aber: Halstenberg und Kampl rennen sich gegenseitig um. Köln netzt zum 2:1 ein. Zittern und bangen bis zum Schlusspfiff! Gewonnen und Platz vier sicher. Uff geschafft und erleichtert.

Beim Verlassen des Stadions sprechen wir noch kurz mit unserem Fanbeauftragten. Wir wünschen uns gegenseitig eine gute und sichere Heimreise. Diese wird es für uns und wir freuen uns über den AUSWÄRTSSIEG.
emotionsfrei

In Istanbul geht das Licht aus – RB verliert 2:0

Laut sollte es werden, ein Hexenkessel. Es wurde laut. Es wurde bei jedem Ballbesitz der RotenBullen ein Pfeifkonzert. Das hat unsere RotenBullen sicherlich auch beeindruckt – aber nur rund 20 Minuten. Jedoch: das Problem: nach 11 Minuten stand es 1:0 für Besiktas. Am Ende stand es 2:0 obwohl die RotenBullen deutlich mehr Chancen und deutlich mehr Ballbesitz hatten. Hier muss ein Antrag an die FIFA her.

Einige Väter hatten sich verabredet und schauten die „Late-Night-Show“ aus Istanbul über den Beamer. Lautstärke beim gemeinsamen Fußballabend wurde über die Bluetooth Anlage erzeugt. Da die Kinderlein schon zu Bett gebracht waren, mußten wir unsere Emotionen dämpfen und etwas leiser Mitfiebern – gesagt getan, war sowieso kein Problem, denn erst ab der 20 Minute wurde es für Besiktas gefährlicher. Die RotenBullen kamen immer besser ins Spiel. Besiktas hatte schon Glück, dass die Kugel nicht einschlug.

By-the-Way: „Glück“, Glück hatten auch die RotenBullen, denn eigentlich hätte der übereifrige Keita nach ca. 17 Minuten die rote Karte durchaus gezeigt bekommen können. Der Schiedsrichter aus Russland zeigte Gnade und ließ den Deckel stecken. Alle erwarteten nun vom Trainer Hasenhüttel eine Auswechselung von Keita. Ausgewechselt wurde zwar, jedoch nicht Keita sondern Turbo-Timo (Bildzeitung). Er hatte Kreislaufprobleme. Kurz vor der Pause dann in der Drangphase von den RotenBullen das 2:0. Ilse hätte besser daran getan zum Ball hinzugehen als auf ihn zu warten … „Peng“ und drinne war er.

Zweite Halbzeit: Es spielt nur noch eine Mannschaft. Wir machen Druck ohne Ende und kommen auch zu wirklich guten Chancen: Sabitzer an die Latte, Bruma – direkt nach seiner Einwechslung für Keita – gaaaanz knapp vorbei am Dreieck rechts oben. Es drohte dunkel zu werden für Besitktas. Es wurde dunkel für Besiktas, aber auch für Leipzig. Denn das Flutlicht im Stadion viel für 11 Minuten aus. Hoffnung: Feuerzeug, Spielabruch, drei Punkte für RB. Es blieb aber bei der Hoffnung, denn das Licht ging wieder an.

Dann wurde es plötzlich leise, ganz leise. Allerdings nur im Stadion der Väter und älteren Schüler der Fangruppe Borsdorf. Die Bluetooth-Verbindung vom Beamer zum Lautsprecher fiel aus. Eine kurze Reparatur und die Stadionathomsphäre ist wieder hergestellt. Aber am Ende bleibt es beim 2:0 für Besiktas, obwohl die ROTENBULLEN definitiv das bessere Team waren. Wir beantragen bei der FIFA eine Regeländerung, wer mehr als 60% Ballbesitz hat bekommt zwei Tore gut geschrieben … Ausnahme: der FC Bayern.

emotionsfrei

Da blieb Tim Tölke glatt die Sprache weg

Mitte der zweiten Halbzeit gegen die Eintracht aus Frankfurt Entsetzen bei den Leipziger Fans. Ist das Budget der Rasenballer erschöpft oder sind sie gar Pleite? Hat Vater Dieter Mateschitz sein Kind im Vorschulalter verstoßen? Kann der Spielbetrieb bis zum Abpfiff überhaupt noch aufrecht erhalten werden oder hat Gewerkschaftsboss Weselsky eine neue Nischengruppe gefunden, um einen globalen Markt zum Erliegen zu bringen?

Was ist geschehen? Timo Werner erzielt die vermeintliche Vorentscheidung zum 2:0 und außer enthusiastischem Jubel passiert nichts. Kein „Tooooooor für R B“, kein „Unser Torschütze mit der Nummer 11 ins Tiiimooo“ und auch kein „und damit haben wir einen neuen Spielstand, RB Leipzig“. Auch bei den folgenden Auswechslungen keinerlei Kommentar vom roten Jacket-, Schlips- und Schuhträger.

Dabei hatte Stadionsprecher Tim Tölke dieses Mal sogar seinen Zwilling Alois zur Unterstützung mitgebracht. Die Beiden moderierten wie immer gekonnt das Spiel an und präsentierten gemeinsam die Mannschaftsaufstellung.

Zunächst war also alles wie immer. Selbst der Frankfurter Torhüter Hradecky stand unserer Mannschaft wieder unterstützend zur Seite, wenn auch dieses Mal nicht mit einer feinen Einzelleistung. Der kurz zuvor eingewechselte und mit hohen Erwartungen gestartete Kevin Prince Boateng lieferte – und zwar mit seinem ersten Ballkontakt einen Rückpass über das halbe Feld, den der Frankfurter Keeper unter Druck Marcel Sabitzer servierte. Dann ging es ganz schnell. Eine scharfe Hereingabe, ein Schuss aus der Drehung von Timo Werner und ein Abpraller zu Jean-Kevin Augustin, der sich vor unserer Kurve keine Blöße gab und sicher vollendete. Das Ganze stimmungsvoll von Tim Tölke veredelt, damit auch die Hessen wissen, wie es steht.

Nach der einseitigen, von unseren Roten Bullen absolut überlegen geführten ersten Spielhälfte gab es dann auch einen mehr als passenden Interviewgast, Handballgott Philipp Weber, der mit den beiden Moderatoren Werbung für das sonntägliche Punktspiel des DHfK in der benachbarten Arena gegen Hannover-Burgdorf machte.

Erste Zweifel, dass das Budget für an diesem Tag zwei Stadionsprecher nicht reicht, kamen schon bei der nur per Videoleinwand vollzogenen Bekanntgabe der offiziellen Zuschauerzahl von nur 40.606 auf. Als aber Timo Werner im nunmehr laut der Mediadesign Hochschule Düsseldorf offiziell schönsten Trikot der Liga sein fünftes Saisontor schoss und die Stimme des besten Stadionsprechers der Welt ausblieb, war das Grauen unter den Fans greifbar.

So haben wir die Timo-Werner-Rufe halt ohne die Unterstützung von Alois und Tim Tölke ganz traditionell selbst übernommen. Ein Ausfall des Stadionmikrofons hindert uns noch lange nicht an der verdienten Würdigung der Leistungen unserer Mannschaft.

Hasenhütte

Fohlen schwer zu zähmen

Das Heimspiel gegen Mönchengladbach ist so etwas wie die Nagelprobe: Wie verkraften unsere Roten Bullen die Mehrfachbelastung mit Liga, Champions-League und Pokal?Aber zunächst: Wer ist auf der Innenseite des Flugblatts? Aha, Ilse – unsere Allzweckwaffe.

So, Versorgung mit Getränken und Brezeln sicherstellen und erst mal Plätze einnehmen. Die letzten Sonnenstrahlen machen es sehr angenehm.

Auch der Gäste-Fanblock ist schon sehr gut gefüllt. Immer wieder schallen Unmutsbekundungen der gegnerischen „Fans“ herüber, die jedes Mal aus unserem Fanblock mit lautstarkem Beifall beantwortet werden. Man mag sich. 😉

Von Tim Thoelke erfahren wir, dass Domme Kaiser heute zarte 29 wird und auf die Fanta4 steht. Wir wünschen ihm eine zeitige Einwechslung – wenn er schon nicht in der Startaufstellung steht.

Kurz mal die Aufstellung checken – Nein, tut er nicht. Dafür gibt Kampl sein Debüt. Und Ilse macht heute den Innenverteidiger. Auf dieser Position hat er ja schon Erfahrung aus der letzten Saison.

Forsberg ist Kapitän. Gehört der auch zum Mannschaftsrat?

Gleich kommt die Fan-Hymne.

Vorher aber noch die von Borussia. Anschließend enthüllen die Gladbacher ihre ganze Zuneigung mit dem Schriftzug Scheiss RB. Bei flüchtigem Lesen ist „RB“ nicht zu erkennen und man könnte das erste Wort mit dem Banner weiter unten in Verbindung bringen. („Traditionsverein seit 1900“)

Egal, wir grölen lautstark unsere Hymne und schreien uns bei der Aufstellung die Seele aus dem Leib. Einmal Leipzig, immer Leipzig…

Das Spiel läuft. Die erste gute Aktion gehört den Gladbachern. Tief durchatmen nach anderthalb Minuten. Aber unsere Bullen nehmen das Heft in die Hand. Kampl und Laimer fügen sich super ein und kombinieren mit den anderen Spielern, als ob sie schon ewig hier sind.

Laimer auf Kampl, der schickt Bernardo außen, Bernardo schiebt den Ball in die Mitte und genau da ist Werner zur Stelle. TOOOOOOOOOR

So, die Machtverhältnisse sind erst mal geklärt.

RB kriegt das Spiel jetzt komplett in den Griff und kombiniert… WAS? ELFMETER? NIEMALS! Hazard bringt das Ding natürlich unter.

Aber kurz danach nimmt Augustin nach einem Keita-Zuspiel den Ball herrlich in der Drehung mit und verwandelt zum 2:1.

Nachspielzeit. Stindl und Raffael scheitern an Gulacsi. Pause, durchatmen.

In der zweiten Hälfte verlieren die Jungs irgendwie den Faden. Ilse und Upa machen ein super Spiel, aber der Rest kriegt nix mehr hin. Stindl nutzt ein Missverständnis im RB-Mittelfeld und trifft zum 2:2.

Und dann auch noch das: Rot für Keita.

Fast das ganze Stadion ist empört. Im Nachgang erfahren wir, die Karte geht wohl in Ordnung.

Das Ergebnis übrigens auch. Ein verdientes Unentschieden.

Unschön nur: Nach dem Spiel erfahren wir in der Bahn, dass Gäste-„Fans“ während des Spiels RB-Fans und Kinder mit Bierbechern beworfen haben und auf Ordner losgegangen sein sollen. So sollte Fußball nicht sein. Und ist es auch nicht – jedenfalls bei uns.

MayThe4th

Europapokal! Leipzig international! – Nach 29 Jahren endlich wieder fussballerische Sternstunden in der Champions League gegen den AS Monaco

13.09.2017:  Es war ein Abend, der monatelang mit Spannung erwartet worden ist. Es war ein Abend, an dem RB Leipzig mitteldeutsche Fußballgeschichte schrieb. Ich selber hörte schon viele Tage vorher gerne die Champions-League-Hymne, weil ich es nicht mehr aushaltenkonnte.
Wir hatten uns mit Block 29, Reihe 2 gute Plätze erobert und verpassten den Einlauf wegen einer im Nachhinein sehr gut aussehenden Choreografie. RB Leipzig gegen den AS Monaco…Vizemeister der Bundesliga gegen den französischen Meister. Und es ergab sich ein spannendes Spiel.

Man kann eines bereits jetzt sagen: es war die ganze Zeit ein absolut ausgeglichenes Spiel. Monaco war taktisch gut eingestellt und ließ vor allem unserem Fußballgott Timo Werner kaum eine Chance. Eine gute Defensivarbeit und das Funktionieren der Abseitsfalle ließen unsere Roten Bullen nur schwierig offensiv zur Entfaltung kommen. Bis auf einen legendären Augenblick. Es läuft die 33. Minute Marcel Halstenberg spielt auf der vom Fanblock aus gesehen rechten Außenbahn einen langen Pass in die Spitze. Yussuf Poulsen lässt den Ball durch und Forsberg schnappt ihn sich. Im Umfeld von mir denken sich viele: Spiel ab Emil, denn Timo Werner war in der Mitte frei. Stattdessen aber nimmt Forsberg den Ball und schießt ihn aus spitzem Winkel ins lange Eck. Im Stadion bricht sofort ein unvergesslicher Jubel aus, es ist unser historisch erstes Tor in der Champions League. Doch leider hält die Führung nicht lange. Praktisch im Gegenzug fällt der Ausgleich für Monaco. Nach einer Flanke verlieren wir die entscheidenden Zweikämpfe und müssen infolgedessen ein unglückliches Tor durch Youri Tielemans schlucken. Danach war dann auch schon fast Halbzeitpause. 

In der zweiten Halbzeit überließ uns Monaco größtenteils den Ball, aber Werner in seiner unnachahmlichen Art, Tore aus unmöglichen Winkeln zu erzielen und Marcel Halstenberg nach einer Ecke verpassten es, weitere Tore zu erzielen. So mussten die Roten Bullen auch auf Konter der Monegassen aufpassen. Hierbei ist mir an diesem Abend Dayot Upamecano positiv aufgefallen. Sei es in einer Eins-zu-Eins-Situation Mitte der zweiten Halbzeit oder aber sein Solo in der ersten Halbzeit. Schlussendlich hatten wir am Ende nochmal eine große Chance durch Jean-Kevin-Augustin. Die Linienrichter haben das Abseits von ihm nicht mitbekommen, daraus entstand die große Chance. Was wir alle auch nicht mitbekommen haben und ich auch erst aus dem DAZN-Spielbericht weiß, ist ein Ellenbogencheck gegen Timo Werner im Strafraum der AS Monaco in der Nachspielzeit. Das hätte Elfmeter geben müssen, gab es aber nicht.

Fazit: RB Leipzig trennt sich von der AS Monaco schlussendlich 1:1. In einem ebenbürtigen Duell tappten die Rasenballer leider häufig in die Abseitsfall gegen taktisch clever agierende Monegassen, sodass es nicht zum Sieg reichte. Emil Forsberg hat mit einem tollen Tor Leipziger Fussballgeschichte geschrieben und unsere Defensive hat großartig verteidigt. Das macht Lust auf mehr, schon in zwei Wochen geht es auswärts gegen Besiktas Istanbul.
FST

Die Sache mit dem Schiri (0:2 gegen die Knappen verloren)

Wie man eine Saison am schönsten beginnt, ist seit eh und je klar: auf den angestammten Plätzen im Heimstadion, mit mindestens einer Bratwurst, Bier (oder Schorle für die Kids), vielen Tore durch entfesselt aufspielende 11 Jungs auf dem Rasen, im Block weht die Fahne,der Schiri hat nie Recht.
Nun, dass mit dem Heim(stadion) wurde schon mal nichts. Der DFB hatte sich für Gelsenkirchen entschieden und 500km waren für’s erste Spiel nicht überwindbar: den vielen Kindern der FGB war die Fahrt einfach zu lang und so wurde es nur ein halbes Heimspiel: auf dem Sofa. Und die Fahne wehte nicht, sondern hing nur an der Wand. Auch die Versorgung wurde morgens sichergestellt: Nach einem gemeinsamen Einkauf und dem Kaltstellen der lebensnotwenigen Flüssigkeitsversorgung konnte grünes Licht für den späten Nachmittag gegeben werden.
Und dann ging es los: Nach einigen floskelhaften Fernsehvoranalysen hat der Schiri ein Einsehen und pfeift die Partie an. Anstoß, erleichtertes Aufatmen, gespannte Stille.
Aber da war doch noch was…ah ja: die Sache mit der Bratwurst. Ups, vergessen einzukaufen. Aber es gibt ja Kühltruhen.

Schnell war aber nach dem Anpfiff eins klar: mit den vielen Toren wird es schwierig. Beide Teams arbeiteten intensiv defensiv, und zwar an einer neuen Variante der chinesischen Mauer. Zwar war –natürlich- Leipzig spielerisch überlegen und auch der Ballbesitzanteil war auf unserer Seite belegbar höher. Kam aber mal ein Ball näher zum Tor hatten entweder Keita oder di Santo ihre Füße im Spiel und sorgten für einen sauberen Kasten. Kurz vor der Pause der Dämpfer- 1:0. Naja, es gibt ja noch die Bratwurst. Der Grill hatte eine Halbzeit um heiß zu werden und Dank des beherzten Auftauens im Wasserbad konnten heiße Bratwürste die Stimmung aufhellen.

Und dann schien sich auch das Blatt zu wenden: zweite Halbzeit, jetzt aber: Elfmeter für uns! Klares Handspiel. Ups, der Schiri malt ein Viereck in die Luft: Nix da mit Elfmeter. Die Wiederholungen im TV zeigen aber doch deutlich: da war eine Hand dran…. Empörung, Protest. Aber leider hört man uns in Gelsenkirchen irgendwie nicht. Und es gibt dort offensichtlich andere Fernsehbilder (oder war das in Köln?!) Nun gut, unsere Jungs geben trotzdem alles!
Jenseits der 70. Minute ist aber alles entschieden: 2:0. So ein …

Nach reichlich 90 Minuten stimmt gar nichts mehr: es bleibt beim 2:0.
So können wir immerhin die Vorfreude auf den ersten Sieg noch konservieren.

Hab’ ich was vergessen? Ach ja, die Sache mit dem Schiri: Dass er im Stadion meist Unrecht hat, weiß ja jeder. Aber im Fernsehen ist es dann doch meist so, dass die Entscheidungen stimmen. Klingt komisch, ist aber so. Aber da hat heute ja mal gar nix gepasst.

KeinRadlerBitte

Erste Punkte der Saison gegen Freiburg

Sommer, Sonne, Sonnenschein! Es war herliches Fußballwetter für das erste Heimspiel der Saison. Unser Fangruppe hatte sich aufteilen müssen, da wir für Sektor B nur insgesamt neun Karten ergattern konnten. Drei aus unserer Gruppe nutzten Sektor A, Block 24. Die Platzhalter im Sektor B, Block 26, bekamen als Belohnung von den nachrückenden Fangruppenmitgliedern ein Getränk mitgebracht, ehe es dann endlich losging.


Bild: warten vor dem Einlaß zum ersten Heimspiel der Saison

Und wie: Leipzig hatte mit Werner und mit Augustin einige wirklich gute Gelegenheiten. Aber leider konnten wir keine dieser Chancen im Kasten der Freiburger unterbringen. Aufregung gabe es als Augustin mit dem Torwart von Freiburg zusammen rumpelte – aber der Videobeweis zeigte: kein Elfmeter. Aprospos VIDEOBEWEIS: Wir sind uns einig, das ist keine gute Erfindung und Einführung. Es nimmt dem Spiel den Fluß, die Spannung und viel von emotinaler Diskussionsgrundlage. Gleich zweimal wurde der Beweis bemüht. Einmal in der ersten Halbzeit bei besagtem „Nicht-Elfmeter“ und ein zweites mal in der zweiten Halbzeit…


Freiburg kam immer besser ins Spiel. Die RotenBullen wirkten unkonzentriert, die Pässe kamen zu ungenau und zu selten an. Die Quittung bekamen wir prompt, denn in der 23. Minute gingen die Freiburger in Führung. Frust und Entäuschung in unseren Gesichtern. Es blieb bei dem Rückstand bis zur Pause gepfiffen wurde. Wir erwägen ernsthaft unsere Dauerkarten abzugeben.

In der Kabine muss der Trainer den RotenBullen dann wohl ein paar gute und richtige Worte gesagt haben, denn sofort nach dem Anpfiff legten diese los wie wild. Dummerweise war ich gerade Getränke holen, als dann Timo Werner zum Ausgleich traf. Aber völlig egal, Hauptsache der Ball war drin. Den Torjubel und die Toransage feierte ich mit den anderen Fans in der Warteschlange bei der Getränkeausgabe. Natürlich waren die Kommentare als ich mit meine Sohn wieder in Reihe 21 ankam: „Geh ruhig nochmals hoch Getränke kaufen, dann schießen wir noch ein Tor.“ Ich blieb aber in der Reihe und dennoch: kurz danach erhöhte Willi Orban auf 2:1. Freiburg wurde in dieser Phase an die Wand gespielt. Jubeln konnte ich jetzt auch noch nicht richtig, denn die Pommes wären sonst durch die Luft geflogen. Und es ging weiter mit den Toren. Erneut Timo Werner erhöhte auf 3:1. Wirklich nervig: wir mussten erst das Urteil des Videoschiedsrichters abwarten bevor wir lauthals in „I feel good“ einstimmen konnten. Das ist wirklich wie Retortenjubel. Dann wird Bruma eingewechselt und haut aus 16 Meter nach feiner Vorarbeit von Halstenberg die Kugel in den rechten Winkel.

Uff, geschafft! Wir haben unsere ersten drei Punkte für diese Saison eingefahren. Das Wochenende ist gerettet und wir ziehen zusammen und wohl gelaunt zurück nach Borsdorf. Im Zug treffen wir noch ein paar Freiburg-Fans aus Dresden. Ein schöner lustiger Austausch unter Fans besiegeln den schönen Fußballnachmittag.

emotionsfrei

Ein Dorf gegen die RotenBullen

Liebe Fußballfreunde, das Warten hat ein Ende!

Nach einer für echte Fußballfans viel zu langen Sommerpause, ging es am Sonntag, den 13.08.2017 endlich mit der schönsten Nebensache der Welt wieder los! RB Leipzig traf im DFB-Pokal auf die Sportfreunde Dorfmerkingen.

Voller Vorfreude trafen sich einige Mitglieder der FanGruppe Borsdorf bereits lange vor Spielbeginn zum gemeinsamen Grillen, Plaudern und Fachsimpeln über die neue Saison und die Chancen für RB Leipzig in den drei Wettbewerben Bundesliga, ChampionsLeague und eben DFB-Pokal.


Umso gespannter verfolgten alle FGBler die ersten Schritte der Jungs – und wurden auch gleich mit dem 1. Tor nach nur wenigen Minuten Spielzeit belohnt. Trotzdem konnte der Gegner Sportfreunde Dorfmerkingen in der ersten Halbzeit gut mithalten und der Torwart sogar einen Elfmeter parieren, so dass es nach 45 Minuten lediglich bei diesem einen Tor blieb. In der zweiten Hälfte allerdings drehte RB Leipzig auf und kam durch sein zielstrebiges Antreten gegen allerdings hartnäckige Gegner doch noch auf einen Endstand von 0:5.


Für alle ist nach dem Überstehen der 1. DFB-Pokal-Runde natürlich klar, dass RB bereits in dieser Saison das Triple holen wird. Man darf gespannt sein, aber der Grundstein wurde an diesem Sonntag auf jeden Fall gelegt!

Ulla H.

Leipzig gegen Darmstadt

Die nächste englische Woche in der Bundesliga steht an und schon am Samstag musste RB gegen Darmstadt ran. Fabio Coltorti, der im letzten Heimspiel gegen Darmstadt als Torwart das Siegtor schoss, feierte sein Bundesligadebut.  Nach drei Spielen ohne Sieg musste RB mal wieder gewinnen, gegen Darmstadt sollte das kein Problem sein. Es lief aber nicht so, wie einige dachten. Darmstadt konnte gut mithalten und da die RotenBullen die Chancen zunächst nicht nutzten, konnten die Darmstädter beinahe in Führung gehen. In der 12. Minute war es Naby Keïta, der den Ball zur verdienten Führung im Netz unterbrachte. Als nach der Halbzeit Yussuf Poulsen nach Verletzung wieder auf dem Platz stand, waren die RotenBullen aktiver und Emil Forsberg konnte bald darauf endlich das 2:0 machen. Während einer von vielen Ecken der RotenBullen war es Willi Orban, der den Deckel drauf machte und das 3:0 per Kopf erzielte. Kurz darauf folgte auch schon das 4:0 und somit der Endstand durch Naby Keïta. Die RotenBullen starten die englische Woche mit einem souveränen 4:0 Sieg. Gegen Mainz müssen die Leipziger wieder drei Punkte holen um die Mini-„Krise“ vollständig zu beenden und die englische Woche erfolgreich weiterzuführen.