Hurra, Hurra, die Leipziger sind da!

Alles begann wie immer mit der Frage: Würde es gelingen,Karten für das Endspiel in Berlin zu bekommen? Mein Vater hatte es tatsächlich geschafft, 2 Karten waren unser. Nur Fanbustickets waren nicht mehr zu kriegen. Dafür aber was viel Besseres: wir hatten Glück und schafften es in den Fanzug. Aufgeregt angekommen am Leipziger Hauptbahnhof suchte (und fand zum Glück) uns der Fanbeauftragte auf der Mitfahrliste. 

Bild: Der Fanzug steht am Leipziger Hauptbahnhof bereit.

Endlich waren wir drin. Der Zug war schon etwas älter, Abteile mit Schiebetür – wie im HogwartsExpress. Nur gab es hier keine Zauberer, dafür jede Menge rote Bullenfans. Es gab sogar einen Partywagon, in jedem Durchfahrtsbahnhof machten wir uns lautstark mit Hurra, Hurra, die Leipziger sind da bemerkbar. Darüber haben sich nicht alle gefreut. Nach der Ankunft sind wir ins Hotel gegangen. Und von da zum Fanfest. Von dort aus zum Stadion. 

Bild: Vor dem Anpfiff im Stadion.

Am Einlass war Geduld gefragt. Aber schließlich hatten wir es geschafft. Und kauften uns noch ein Pizzastück,der Abend war schließlich noch lang. Das Ergebnis hat uns nicht ganz so gefallen. Beim nächsten mal nehmen wir den Pott mit. Am nächsten Morgen ging es per Zug zurück. Der Bahnsteig voller Menschen in rot und weiß, und es war lauter Jubel als die Spieler kamen. Dann fuhren wir zurück. Im Partywagon warteten wir gespannt ob die Spieler vorbeischauen würden. Ein paar kamen tatsächlich den Anfang machte Willi Orban danach kamen Gulacsi, Poulsen, Halstenberg, Klostermann, Forsberg, alle nahmen sich Zeit für Fotos und Autogramme.

Bild: Emil Fosberg kennt nun auch die Apfelbullen …

Bild: … und auch Peter Gulacsi.

Als wir ankamen, waren wir uns einig dass es ein echt tolles Erlebnis war, nächstes Jahr kommen wir wieder.

Apfelbulle Kilian

Am Ende blieb es beim natürlichen Regen – feucht-fröhliche Nullnummer gegen den FC Bayern München

Stehen die Bayern unter Druck, oder geht es gegen einen direkten Konkurrenten, dann lauten die Ergebnisse gerne mal 5:0 (wie gegen Dortmund) oder 5:1 (wie gegen Mönchengladbach. Um es einmal meteorologischauszudrücken: Mannschaften werden von dem Torregen der Bayern gerne mal nass gemacht.

Heute war mal wieder so ein Tag, die Bayern hätten mit einem Sieg deutscher Meister werden können, hatten aber einen sehr guten Gegner gegen sich: RB Leipzig.

Es begann 11:04 Uhr in Borsdorf, die S-Bahn war noch kuschelig warm. Im Vergleich dazu sah es am Markt ganz anders aus: strömender Regen. Trotzdem machten sich zwei Apfelbullen auf den Weg durch die Innenstadt, mit ungefähr 800 weiteren Fans. Wir sangen ein wenig und kamen schon nach eineinhalb Stunden am Stadion an.

Das Wetter ließ auch am Stadion zu wünschen übrig. Im Stadion ging es dann, weil der Wind passte, und RB mit einer guten Defensive ein spannendes und mitreißendes Spiel heraufbeschwören konnte. 

Es war eine ausgeglichene Partie, um es mal ganz kurz auszudrücken. Die Bayern hatten etwas mehr vom Spiel und auch die besseren Chancen. Daher war neben Können heute auch Glück im Spiel. Ein Beispiel war die 49. Spielminute: Leon Goretzka schießt die Bayern zum Titel, also vermeintlich zumindest. Es war aber tatsächlich sehr knapp Abseits. Der Videobeweis hat eben seine Vorteile. Da es von RB nicht viel zu sagen gibt, außer dass sie lobenswert verteidigt und gekämpft haben, können wir diesen Artikel ähnlich behandeln, wie das Spiel war: kurzweilig.

Wir ließen diese Nullnummer dann noch in einem Pub in der Innenstadt entspannt ausklingen, und machten uns dann auf den Weg durch den Regen, ohne vorher einen bayerisch Torregen erlebt haben zu müssen.

Apfelbulle Felix

Leipzig is back to Europe – Starke Freiburger und Freistoß-Fauxpas können Leipzig nicht stoppen!

Als der Abpfiff ertönt, schallen Europapokal-Gesänge abwechselnd mit „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ durch das weite Rund. Die vielen Leipziger Zuschauer unter den 40826 sind glücklich über den Sieg ihrer Mannschaft, dabei hätte es auch anders kommen können. Aber der Reihe nach.

Um 15:30 Uhr ertönte der Anpfiff für ein Spiel, bei dem man die ganze Woche schon wusste, das wir es eigentlich nur gewinnen können. Doch begann dieses Spiel gegen den SC Freiburg zunächst erst einmal eher defensiv, lediglich Timo Werner hätte uns nach zwei Minuten in Führung bringen können. Defensiv wie immer gut organisiert hatten unsere Roten Bullen dann auch den ein oder anderen offensiven Streich parat. In der 19. Minute wurde das dann auch belohnt: Yussuf Poulsen legte den Ball nach einer guten Kombination in den Rücken der Abwehr, der drehte sich und brachte damit Sekunden später das Stadion zum Kochen – 1:0. Danach war einmal mächtig Zittern angesagt, aber Peter Gulasciverhinderte Zwei mal unnachahmlich den Ausgleich der Freiburger durch Lucas Höler. Ansonsten gab es in Halbzeit Eins noch Chancen durch Kampl und Haidara, und dann war erstmal Halbzeitpause.

In Halbzeit Zwei passierte lange nichts wirklich erwähnenswertes, bis Mukiele ein Kopfballduell gegen einen Freiburger gewann, und der Schiedsrichter Freistoß gab. Der Freistoß war ein Geschenk für Freiburg, genau wie die Ausführung. Peter Gulasci war noch dabei, seine Mauer zu erstellen, als jener Pfiff des Schiedsrichter ertönte, um den Ball freizugeben. Leipzig nicht auf der Höhe, hatte es nicht registriert – 1:1. Dieser Ausgleich lies den roten Faden der roten Bullen reißen. Freiburg auf einmal deutlich druckvoller, prüfte Gulasci mehrfach und hätte wahrscheinlich mit ein wenig mehr Glück und Cleverness mit 2:1 davonziehen können. Aber es gibt nicht umsonst die Floskel „Machst Du keinen, kriegst Du einen“.

Ecke Leipzig in der 78. Spielminute. Ein Freiburger bekommt den Ball an die Hand – Elfmeter. Der kurz zuvor eingewechselte Emil Forsberg ließ sich die Chance nicht nehmen – 2:1 Leipzig. Nach diesem Tor war die Party auf den Rängen im vollen Gange. „Europapokal – Leipzig international“ singend standen die Fans in ihren Blöcken. Beflügelt von diesen Gesängen setzte Lukas Klostermann zum Fallrückzieher an, und verhinderte damit auf unserer Torlinie den Ausgleich der Gäste. Kurz danach ertönte der Abpfiff. Geschafft! Die CL-Hymne ertönte aus den Lautsprechern des Stadions, die Mannschaft und Ralf Rangnick feierten noch kurz mit den Fans. Drittes Jahr Bundesliga – Dritte Qualifikation für Europa. Einmal Leipzig, immer Leipzig!

Apfelbulle Felix

Apfelbullen ändern ihr Osterferienreiseziel

Für die Osterferien hatten wir seit langem ein Wohnmobil gemietet, mit dem wir eigentlich nach Italien wollten. Das Problem war nun, RB Leipzig spielt am 23.04. in Hamburg. Unsere Reiseroute stellten wir natürlich um gen Norden. Weil aber RB Leipzig vorher noch in Gladbach spielt, fuhren wir zunächst dorthin.

Nach einer Besichtigung des Kölner Doms waren wir am Abend am Borussia-Park. Rund ums Stadion war die Atmosspäre für RBL Fans nicht sehr angenehm, aber beim Spiel unterstützten wir unsere Mannschaft mit vollem Elan. So hatten sie verdient 2 : 1 gewonnen. 
Ostereiersuchen für unsere Kinder fand am nächsten Morgen auf dem Parkplatz vor dem Stadion statt. Dann ging es gemütlich mit diversen Zwischenstopps nach Hamburg. Dort machten wir ein bisschen Sightseeing bevor es zum Volksparkstadion ging.

Wir gaben wieder 100 Prozent, was belohnt wurde mit einem am Ende doch souverenen 3 : 1 Sieg. Grenzenloser Jubel und Feierei mit allen Fans im Gästeblock beendete den Abend.

Wir freuen uns auf Berlin! In diesem Sinne – Vorwärts Rasenball!

Apfelbullen Dagmar & Enrico mit Kindern

DFB Viertelfinale in Augsburg – Zwei Apfelbullen sind dabeiö

Mit unseren Arbeitgebern geklärt, dass wir früher gehen können und den nächsten Tag später kommen können, ging es 14 Uhr los in Richtung Augsburg. Da die Anreise problemlos war, war sogar noch etwas Zeit für eine kurze Stadtrundfahrt.  Dann ging es ab zum Stadion. Der Naturparkplatz ermöglichte einen kurzen Fußweg zum Stadion. Das Stadion umfasst 30.000 Plätze, war aber nur  von  25.000 Zuschauern besucht, davon 1.500 Leipziger Gäste.

Voller Vorfreude auf ein schönes Spiel gaben wir stimmungsmäßig unser Bestes, aber durch 42 Fouls, 13 Abseitspositionen entwickelte sich das Spiel durch die vielen Unterbrechungen zu einer recht  zähen  Partie.   Die   steigende Anspannung der Zuschauer  im Gästeblock wich erst  durch das Tor von Timo Werner in der 74. Minute.  Die nun eingetretene Feierlaune der Leipziger Fans  war durch das Ausgleichstor  in der 94.Minute  abrupt zu Ende: „Oh Schreck, Ruhe im Block!“.

Also hieß es, unsere Mannschaft in der Verlängerung erneut weiter anzufeuern, dann in der 120. Minute Handelfmeter für uns, Halste verwandelt ihn eiskalt und grenzenloser Jubel mit unserer Mannschaft folgte. Sogar Ralf Rangnick  kam überraschend zum Gästeblock und feierte mit uns.

Ein Teil der Rückreise machten wir noch in der Nacht, um den Puls und den Adrenalin wieder zu senken. Nach ein paar  Stunden Schlaf im Kleinbus mit Schlafsack und Isomatte waren wir 8.30 Uhr wieder in unserem schönen Wallendorf. Eine heiße Dusche und ein Kaffee machten uns wieder fit für den anstehenden Arbeitstag. 

In diesem Sinne, liebe Grüße und vorwärts Rasenball

Enrico und Dagmar

2:5 Niederlage gegen Hoffenheim

Liebe RB-Fans nach dem Spiel RB versus Hoffenheim,

wenn man solch einen Bericht nach solch einem Spiel erst am Dienstag danach schreibt, dann muss man ordentlich sortieren. Das Wunden lecken hat begonnen, von Verzweiflung, mutig nach Vorne schauen bis Häme ist mir alles als Kommentar untergekommen. Es war ein schlechtes Spiel – das kann man ohne jede weitere Einschränkung sagen. Für mich sind trotzdem zwei Sichtweisen nach wie vor hilfreich: Erstens können wir sagen: RB ist in der Bundesliga angekommen – und dazu gehören für mich Siegstrecken, die natürlich richtig Spaß machen, und dazu gehören Niederlagen – auch mehrere in Folge, die so richtig wehtun. Als zweites höre ich unseren Trainer Ralph Hassenhütl nach den ersten Niederlagen in der vergangenen Saison sagen: Es gibt viele Trainer in der Bundesliga, die mit mir gern tauschen würden und ganz andere Probleme haben z. Bsp. an der Elbe und am Rhein. Das gilt für mich in diesem Jahr genauso – was für eine tolle Leistung von Mannschaft und Trainer!!! Das ist kein „Schön-Reden“ eines schlechten Spieles, aber doch ein Blick auf die reale Situation. Wir sind immer noch in der zweiten Bundesligasaison auf einem internationalen Platz und haben mit dem Abstieg überhaupt nichts zu tun. Ich freue mich auf Bundesligajahr Nr. 3 in Leipzig.

Zum Spiel selber ist in der Tat nicht mehr viel zu sagen. Mittlerweile steht fest, dass Emil Forsberg diese Saison nicht mehr spielen wird. Die defensive Ausrichtung muss besser werden und die Chancenverwertung war – schon wenn man nur wenig Chancen hat – unterirdisch. Ein Lob an den Trainer möchte ich noch loswerden. Sein Lob für den Einsatz der Zuschauer kann ich nur unterstreichen. Dass im B-Block die Unterstützung für die Mannschaft wieder einstimmig erklang, war Balsam für die verletzte RB-Seele. Dass jedes Tor von RB (es waren nur zwei) wie ein Siegtor im B-Blick gefeiert wurde, war ebenfalls Gänsehaut pur. Und dass nach solch einem Spiel das Wort „Ausschreitung“ in Zusammenhang mit RB in Leipzig ein völliges Fremdwort ist – das möge so bleiben.

Ich habe die Hoffnung, dass wir auch wieder bessere Spiele zu sehen bekommen – auch von dieser Mannschaft und diesem Trainer. Deshalb bleibe ich dabei und freue mich, wenn es wieder heißt „Auf geht´´s, Leipziger Jungs…“

TE, Borsdorf

RoteBullen besiegen Knappen

3:1 haben die RotenBullen gewonnen. Wir haben gezittert, die ersten zwanzig Minuten weil die RotenBullen etwas Anlauf benötigten, um ins Spiel zu finden. Dann: in der 36. Minute ein schneller Pass in den 16er auf Augustin. Er wird umgesäbelt und es gibt 11er für RB. Aber man sagt es so leicht: der Gefoulte sollte nicht selbst schießen. Augustin jedoch nahm sich der Sache selbst an und … verschoß promt. Spaßbremse!

In der 41. Minute jedoch fordert Keita wehement den Ball von Kampl. Kampl bedient Keita und Keita zieht aus 20 Meter ab. Naldo fälscht den Ball noch ab und es steht 1:0 für die RotenBullen. „I feel good, dadeladeladela …“. Es bleibt aber eine sehr zähe Angelegenheit. Auch mit Anpfiff der zweiten Halbzeit ist es nicht so, dass die RotenBullen das Spiel 100% in der Hand haben. Keita foult im rechten Halbfeld … ein Standard … peng … Naldo-Kopfball … peng 1:1. Was ist das nur für ein Mist!

Unser Trainer reagiert und bringt Timo Werner für Augustin. Schon mit dem ersten Ballkontakt erhöht sich die Spielgeschwindigkeit von Null auf 100 in einer Sekunde. Dann kommt in der 67. Minute auch noch Poulsen für Keita (schon wieder mal gelb-rot-gefährdet). In der 69. Minute dann die Erlösung, wer anders wenn nicht Werner bringt uns erneut mit einem Tor zum 2:1 in Front. Endlich, man oh man, was ist nur im Vergleich zu letzten Saison los. „Das Spielgen ist futsch … es läuft immer sehr ruckelig“. Aber diesmal lassen die RotenBullen nicht locker und so ist es Bruma, der nur zwei Minuten später zum 3:1 einschießt. Nun sind die Knappen geknackt und die Sache ist gelaufen.

Insgesamt sind wir froh, dass wir endlich mal wieder einen Sieg mitnehmen durften. Hoffentlich bleibt uns das Glück auch beim nächsten Auswärtsspiel in Freiburg treu. Dann können wir den zweiten Platz in der Tabelle, den wir jetzt vor Schalke inne haben halten.

Aber man weiß ja nie. Und außerdem müssen wir Fans von RBL wohl in dieser Saison auch lernen was es bedeutet, wenn man die Liga nicht jedes Wochenende aufmischt mit überragendem Speed-Fußball.

2:0 Sieg gegen Bremen: erster Einsatz für Winterkleidung

Als wir uns an der S Bahn Station in Borsdorf trafen machten wir noch unsere Späße über die eher leichter bekleideten Apfelbullen unter uns. Wir fuhren mit der S 4 und stiegen schon am Leuschner Platz in die Tram zur Red Bull Arena. Beste Laune und Vorfreude auf das Spiel waren wie stets dabei. Unsere große Apfelbullen Fahne wollte an diesem Samstag Kilian schwenken. Er hatte sie sich extra frühzeitig abgeholt, damit er üben konnte.

Als ihm die Arme doch erwas lang wurde half ihm Bulli.

Zeitig waren wir auf unseren Plätzen in Block 26. So langsam kroch die Kälte in die Knochen, es regnete und ein wirklich kalter Wind blies uns um die Nase. Aber egal. Wir jubelten uns warm, als Keita nach einer halben Stunde das 1:0 schoß. Jetzt schien es zu laufen. Aber nix war! Der erste Teil der zweiten Hälfte gehörte mehr Bremen als den RotenBullen. Wir waren froh, dass wir nicht den Ausgleich kassierten. So richtig wohlig war keinem, es war einfach zu kalt zum singen und hüpfen. Glühwein half auch nicht weiter. Die Kinder vor uns froren auch heftig.

Dann: 80 Minute! Bernado holt den 25 Meter Hammer raus und trifft zum 2:0. Es war schon etwas seltsam, denn 30 Sekunden vorher hatte Bernados Schuss in die gleiche Ecke vom Bremer Keeper noch geklärt werden können.

Drei Punkte für uns. Parallel trennten sich der BVB und Schalke 4:4, nachdem der BVB 4:0 zur Halbzeit geführt hatte. Mit diesem Spielverlauf war denn auch Dortmund die Attraktion des Spieltages. Aber die RotenBullen sind nun wieder zweiter, drei Punkte hinter Bayern. Erster Bayernjäger ist nicht mehr S04 sondern RBL.

Nach dem Abpfiff strömten wir schnell nach Hause, drei Punkte mehr auf dem Konto aber auch durchgefroren.

Premierensieg gegen Stuttgart – Sabitzer schießt RB in den siebten Himmel

21.10.2017: Die Reise zum Spiel führte mich nach vielen Wochen mal wieder in die Gemeinde, wo ich mein Abitur gemacht hatte. Nach einer kurzen Zugfahrt getreu dem Motto „Das Leben in vollen Zügen genießen“ kamen wir relativ zeitig in der Red Bull Arena an und ergatterten uns Plätze im Block 24, 3. Reihe.

12 Minuten vor dem Spiel ertönte die Fanhymne, es ist immer ein beeindruckendes Bild, wenn 40.000 Zuschauer ihre Schals in die Luft halten.

Doch dann nahm dieser Nachmittag eine traurige, sehr emotionale Wendung. Am Dienstag wurde bekannt, das der NLZ-Leiter Thomas Ahlbeck verstorben ist, dementsprechend dachten Fans, Spieler und Verantwortliche beider Mannschaften an Thomas Ahlbeck und drückten mit einem großen Applaus ihr Beileid aus.

Nahezu AusVerkauft

Und dann begann das Spiel. Es wurde das erwartet schwierige Spiel, was diesmal dem Motto „Willst Du mal Spektakel seh`n, musst Du nur nach Leipzig geh`n nicht entsprach. Aber das war nach Dortmund und Porto doch irgendwie absehbar und verständlich.

Und so kam es, das ein Geniestreich das Dach der Red Bull Arena wegfliegen ließ: in der 23. Minute kombinieren Forsberg, Keita und Werner und bringen den Ball letzendlich zu Sabitzer, der schnappt sich den Ball gut 23 Meter vor dem Tor und schlenzt ihn gefühlvoll in den Winkel. Ein Traumtor, und die verdiente Führung für Rasenballsport. Timo Werner hatte noch eine Chance, und dann war die Hälfte der Partie auch schon wieder rum.

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt, Stuttgart mit der ein oder anderen guten Tormöglichkeit und RB setzte auf Konter und verteidigte geschickt. Das obligatorische Zittern bei RB-Spielen war diesmal nur geringfügig nötig, sodass am Ende ein verdienter Sieg gegen Stuttgart zu Buche stand.

Es war ein angenehmer Nachmittag in der Red Bull Arena, in diesen so interessanten und anstregenden Wochen für RB Leipzig.

 

FST

… und es geht doch! 2:1 Auswärtssieg in Köln

1.10.2017: 0:2 in Aue, 1:3 in Nürnberg, 0:1 in Ingolstadt und 0:3 beim FC Bayern alle Auswärtsspiele bei denen Mitglieder unserer Fangruppe waren gingen bisher verloren. Jetzt ist die Serie gerissen und wir können beruhigt nach Porto fahren.

Wir haben das lange Wochenende mit Brückentag und dem Tag der Deutschen Einheit genutzt und sind ins Rheinland gereist. Von Koblenz ging es mit Nahverkehrzug nach Köln. Viele Effzeh Köln Fans steigen im Zug zu. Das schöne Rheintal zieht an uns vorbei.


Wir steigen in Köln aus und lassen unsere Hoodies und die Fahne mal lieber eingerollt. Die ganze Stadt scheint auf den Beinen. Aber nicht nur wegen des Fußballspiels, es war auch Kölnmarathon. Die Sonderzüge der Straßenbahnen sind so voll wie in Leipzig. Große Freude kommt auf als wir an einer Sportsbar vorbeifahren und dort gerade das 2:2 der Hertha gehen Bayern angezeigt wird. Am Stadion angekommen greift die Karnevalstimmung um sich. Fangruppen mit großen Bollerwagen und Humpatäterä und Höhnermusik ziehen an uns vorbei, die Fans sind froh und gut gelaunt. Keine Anzeichen von Krawall.


Hier steigt auch mein Mut und ich lasse mich mit Apfelbullen-Shirt vor Hennes dem 8. ablichten. Dann rein ins Stadion. Unser Fanblock füllt sich immer mehr und die Vorfreude steigt.


Gegenüber zeigen sich drei unverbesserlich Lok-Fans in den Reihen der Effzeh-Fans. Wieso kommen diese Leute einfach nicht ohne Rumpöbeleien und Mittelfingergesten aus. 

Dann endlich der Anpfiff. Gefühlt ist Köln mindestens gleich gut. Unsere RotenBullen gehen in der 30. Minute durch Klostermann mit 1:0 in Führung, Köln bleibt dran und meine Sorge um Gegentore bleibt immer erhalten.


Als dann Poulsen in der 80. Minute auf 2:0 erhöht scheint alles klar. Aber: Halstenberg und Kampl rennen sich gegenseitig um. Köln netzt zum 2:1 ein. Zittern und bangen bis zum Schlusspfiff! Gewonnen und Platz vier sicher. Uff geschafft und erleichtert.

Beim Verlassen des Stadions sprechen wir noch kurz mit unserem Fanbeauftragten. Wir wünschen uns gegenseitig eine gute und sichere Heimreise. Diese wird es für uns und wir freuen uns über den AUSWÄRTSSIEG.
emotionsfrei