Der spannende Sieg gegen Hannover 96

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es war wieder einmal ein spannendes Spiel, das wir als als zahlreich angereiste Fangruppe aus Borsdorf zu sehen bekamen.


Eine torlose, aber trotzdem gut anzusehende, erste Halbzeit erhöht natürlich die Spannung auf den zweiten Teil des Spieles. Anscheinend brauchen unsere Bullen ab und zu den Kick des Rückstandes um in einem Spiel anzukommen. Und der stellte sich nicht ganz unverdient für Hannover in der 56. Minute ein. Nun war der Bulle geweckt und das rote Tuch ausgepackt. Mit der Einwechslung von Nabi Keita und Emil Forsberg nahm das Spiel noch einmal ordentlich Fahrt und vor allem Struktur auf und konnte endlich das Runde zweimal in das Eckige des Gegners gedrückt werden. Mehrmals vorher war es so als würde das Tor der Hannoveraner von unsichtbaren Händen zugehalten. In der ersten Halbzeit hatte der Schuss von Timo Werner an die Querlatte fast schon etwas tragisches. Umso mehr ist ihm das Siegtor zum 2:1 zu gönnen, das er nach guter Vorarbeit dann einnetzen konnte. Zuvor hatte der unermüdliche Yussuf Poulsen endlich mal wieder einen Treffer erzielt und in der 70. Minuten (endlich!!!!!!!!!!!) den Ausgleich hergestellt. 
Immer wieder einmal wird ja meine Gegenwart als geistlichen Beistand im Fanblock weit überbewertet. Umso tröstlicher war es, dass ich diesmal einen Kollegen mit eingeladen hatte. Dass bei zwei Geistlichen im Fanblock zwei Tore herauskommen – und ein Sieg für Leipzig… Die Fortsetzung dieses Satzes überlasse ich gern dem Leser. 


Also bis bald auf ein Neues, wenn es wieder heißt „Auf geht’s, Leipziger Jungs…“. Und es auch wieder in Borsdorf heißt „Auf geht´s“. 

ThE

Von der fehlenden Möglichkeit, den Videobeweis zu benutzen – RB und der Pokalwahnsinn vom 25. Oktober 2017

25.10.2017: „Der Tag, an dem Leipzig oder München aus dem Pokal fliegen werden, begann mit nicht immer ganz richtigen Werten. Wir bekamen unsere Serien zurück, und siehe da, ich hatte alle Punkte, schön und motivierend für die nächste Runde.“

So hatte ich die erste Strophe für meinen Tag in Merseburg auf meinem Blog formuliert. RB gegen Bayern, Pokalfight, Flutlichtspiel, was will man mehr??

Nach einer wortwörtlich hitzigen Busfahrt stand ich 18:30 Uhr am Einlass vor dem Stadion und konnte meine Vorfreude auf dieses Spiel kaum in Worte fassen. Es sollte ein, in mehr als zwayerlei Aspekten, ein denkwürdiger und damit verbunden unvergesslicher Abend in der Red Bull Arena werden.

Auch bei diesem Spiel wird unsere Fahne im Innenraum geschwenkt.

Die Partie begann pünktlich um 20:45 Uhr, nach einer kurzen Kennlernphase übernahmen die Roten Bullen auf dem Platz und auf den Rängen hörbar das Kommando, und Forsberg sowie Augustin erste richtig gute Chancen für RB. Der erste richtige Aufreger dann in Spielminute 35. Forsberg wird von Vidal gefoult, und der Schiedsrichter zeigt, verständlich und verdient für RB, auf den Elfmeterpunkt, doch diese Top-Situation entwickelte sich schnell zum Flop. Nach Rücksprache mit dem Linienrichter nahm Felix Zwayer den Elfmeter zurück und entschied auf Freistoß RB. Wie schnell man sich doch zum Feindbild der Fans machen kann.

In der 69. Minute dann endlich die Erlösung: Elfmeter RB, Forsberg, TOR! Wer jetzt schon an eine (sie wäre vedient gewesen) Sensation gedacht hatte, wurde in der 73. Minute eines Besseren belehrt. Ich wollte gerade ein Foto machen und bekam daher nicht mit, wie Thiago den Ausgleich für die Bayern erzielte.

Es gab Verlängerung, RB, das hatte ich vergessen zu erwähnen, ab der 55. Minute durch eine Gelb-Rote-Karte dezimiert, hatte noch mindestens 30 Minuten vor sich. Es sollte die halbe Stunde des Peter Gulasci werden, was er hielt, war der Wahnsinn. Aufgrund der Unterzahl hatte RB leider nur noch wenig Entlastung. Folglich ging es in ein hochdramatisches Elfmeterschiessen, leider auf das falsche Tor. Unsere Abwehrspieler überzeugten mit ihren Elfmetern und Gulasci war immer zumindest in der richtigen Ecke. Und dann kam Timo Werner. Was dann geschah, ist hier sicherlich jedem bekannt.

Trotz Niederlage kämpften unsere Roten Bullen, rannten und verteidigten eindrucksvoll. Daher ist es eine Niederlage, bei der man Stolz auf unsere Leipziger sein kann, nicht aber auf den Schiedsrichter.

Und so lautete mein Blogeintrag am nächsten Morgen:

„Leipzig war am Abend leider aus dem Pokal geflogen,

ich hatte mich heute Morgen schnell umgezogen,

und ging danach zu Wirtschaftsrecht,

da ich nicht mehr müde war, ging es mir auch nicht schlecht.“

Es war ein langer, aber unvergesslicher Fussballabend, von dem es in der kommenden Saison hoffentlich weitere im Pokal gibt, dann bitte mit dem richtigen Ergebnis

FST

Erster CL – Sieg in der Vereinsgeschichte: 3:2 gegen den FC Porto

17.10.2017: Spiele in der Champions League haben es in sich. Für Schüler aber auch für Väter in unserer Fangruppe. Für die Väter, da man stets aufpassen muss am Tag vor dem Spiel im Büro oder auf der Arbeit nicht vor lauter Vorfreude auf den Abend die Konzentration zu verlieren. Für so manchen jüngeren und auch älteren Schüler ebenso: Denn stets muss mit den achtsamen (das Pupertier würde formulieren: „nervigen“)  Eltern argumentiert, diskutiert, gerungen und verhandelt werden, das man doch unbedingt mit zu dem Spiel müsse. Es spielt keine Rolle wie spät es werden kann. Die 10. Klässler sagen recht einfach: „Es steht ja am nächsten Tag keine Klassenarbeit oder ähnliches an, also kann es doch auch mal halb 12 Nachts werden.“ Doch die 5. oder 6. Klässler ziehen auch alle Register, bis hin zum mehrstündigen Vorschlafen … 

Exakt so geschehen bei diesem historischen Spiel. Und so kam es, dass doch einige Schüler mit im Stadion waren.

Und was für ein Spiel gab es zu sehen. Es ging los mit Vollgas. Leipzig spielte wie entfesselt auf. Porto kam überhaupt nicht mit. Der Kapitän Willi Orban him self brachte Leipzig nach 8 Minuten schon mit 1:0 in Front. Jubel, Trubel, Heiterkeit … aber nicht lange, denn quasi mit dem ersten Schuss von Porto auf das Tor stand es 1:1. Aber die RotenBullen ließen nicht nach. Emil Fosberg erhöhte auf 2:1 in der 38. Minute. Zwei Minuten später erhöht Augustin gar auf 3:1. Wir jubeln, schreien und klatschen ab. Das Spiel müsste gelaufen sein und dies in der ersten Halbzeit. Doch erneut schlief die Hintermannschaft der RotenBullen im Tiefschlaf und Porto kommt auf 3:2 vor der Halbzeit ran.

Doch es gilt: die RotenBullen dominieren. Nach einer halben Stunde hatten sie 10 Torschüsse, 75% Ballbesitz und 58% gewonnene Zweikämpfe.

In der zweiten Halbzeit ist es ruhiger. Leipzig kommt noch zu großen Chancen wie z.B. durch Bruma in der 62. Minute. Sein Schuss wird von einem Abwehrspieler Portos von der Linie gekratzt. Gaaanz knapp.

Dann ist Schluss! Die RotenBullen feiern diesen Sieg ausgelassen. Und wir waren dabei, beim historischen ersten CL – Sieg in der Vereinsgeschichte.

… und die Schüler? Auf dem Heimweg im warmen Auto werden sie immer ruhiger und ruhiger. Alles Vorschlafen nützt nur bedingt was. Die Müdigkeit siegt. Sie halten noch durch bis wir wieder in Borsdorf sind und werden sicher gut, tief und schnell einschlafen. Aber sie waren dabei in der historischen Nacht. Da wird sicher so mancher Lehrer am FGB Verständnis haben (müssen).

Die Hesse komme

Rein-Raus-Rot-Hradecky – das war der Arbeitsnachweis des Frankfurter Torwarts nach 3 Minuten im ersten Spiel des Jahres . Wir waren bis dahin zufrieden – und erst recht als Marvin Compper in Gerd-Müller-Manier den Abpraller des fälligen Freistoßes ins Tor bugsiert hat. 

Was so spektakulär begann, entwickelte sich dann jedoch zu einem zähen Ringen. Letzteres müssen wir wohl auch im nächsten Heimspiel am Wochenende gegen den Deutschen Zweitligameister von 1998 erwarten. Auch wenn es bei den Hessen in der sommerlichen Transferphase einen regen Bettenwechsel mit 9 Abgängen und 15 Neuzugängen gab, ist eine Konstante geblieben. Die heißt Nico Kovac und verlangt Ordnung und Disziplin. In den ersten zwei Bundesligaspielen der Saison stand dann auch die Null – zumindest vorn. Die bisherige Auswärtsbilanz der Frankfurter ist aber dennoch durchaus beeindruckend. In drei Spielen haben die Kicker aus der Mainmetropole bislang zwei Siege und ein Unentschieden eingefahren und dabei noch kein Gegentor hinnehmen müssen. Es wird also Zeit, den aufstrebenden Adlern am Wochenende die Flügel zu stutzen.

Zu dem mit 31 Lizenzspielern nach Augsburg zweitgrößten Kader der Liga gehören auch zwei Spieler mit Leipziger Vergangenheit. Beim Florentiner Leiharbeiter Ante Rebic haben auch wir im ersten Zweitligajahr – letztendlich vergeblich – versucht, Leipzig und Leistung zusammen zu bringen. Bei Renat Dadachov, der wegen Land und Leuten ebenfalls im Jahr 2014 zu Fuß nach LE gekommen und um Einlass in die Jugendakademie gebettelt hatte, bestand die Hoffnung, endlich das erste „Eigengewächs“ bei den Profis zu etablieren. Herbergsmutti Rangnick und der technisch und athletisch hoch veranlagte Stürmer hatten sich Ende 2016 aber nicht mehr lieb, weshalb es für Renat Dadachow hieß: Back to the roots. Hoffen wir, dass die Beiden am Samstag in Leipzig, wie es unser Trainer Ralph Hasenhüttl immer so treffend formuliert, „noch etwas dazulernen werden“.

Hasenhütte

RB Leipzig zu Gast in Augsburg – Komödie oder Tragödie?

5. Spieltag in der Fussball-Bundesliga. Wieder Flutlicht. Wieder englische Woche für RB Leipzig. Die Reise führt diesmal in eine durch die “Puppenkiste” bekannte Stadt, nach Augsburg. Und ob uns dort nun eine Komödie in Form eines Torspektakels oder eine Tragödie mit einer dramatischen Schlussphase bevorsteht, lässt sich bei diesem Spiel leider kaum sagen.

DIE AUSGANGSLAGE: Beide Mannschaften haben die gleiche Punktzahl, 7 an der Zahl und stehen in der Tabelle auf den Plätzen 6 (RB) und 7 (FC Augsburg). Jeder Spieler hat zum Auftakt eine Niederlage schlucken müssen, und dann sind alle durchgestartet. Rein von der bisherigen Bilanz gegen Augsburg und der aktuellen Saisonleistung scheint also ein Remis ein plausibles Endergebnis zu sein.

TAKTIK UND PERSONAL: Umschalten ist das Stichwort für die Taktiken beider Mannschaften. Augsburg spielt unter Trainer Manuel Baum sehr defensiv, hat aber durch die gefährliche Offensive um Alfred Finnbogason auch regelmäßig gute Torabschlüsse parat. Diese müssen wir mit unserer Defensive unbedingt verhindern. Apropos Defensive: gemäß aktueller Medienberichte fehlen bei den Roten Bullen Klostermann und Upamecano. Keita ist leider auch noch gesperrt. Bei Augsburg kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen, aber Rotation wird von beiden Seiten angekündigt.

FAZIT: Die WWK als Sponsor, nicht nur der Arena in Augsburg, kann ein spannendes Spiel versichern. Welche Mannschaft findet die entscheidenden Lücken und mit welcher Fitness werden diese bespielt. Nach dem dritten Spiel für RB in 7 Tagen kann man gespannt auf diese Partie blicken. Eventuell ist der Sprung auf einen Champions-League-Platz drin, für beide Mannschaften.

FST

FGB Fahne im Innenraum

Wie toll ist das denn? Der Fanverband RB Leipzig hat bewirkt, dass von Fanclubs Fahnen vor und während des Einlaufens im Innenraum geschwenkt werden dürfen.

Super Sache! Wir sind mit unserer Fahne auch dabei. Ein Schüler aus unserer Fahngruppe ist hier zu sehen. Bulli hilft beim schwenken.

Bild 1: Vorbereitung für den Eintritt in die Red Bull Arena.

Bild3 : Der erste Fahnenschwenker der Fangruppe Borsdorf.

Bild 3: Auch andere Gruppen tragen ihre Fahnen in den Innenraum.

Fohlen zu Besuch bei den Roten Bullen

Nachdem die Roten Bullen und ihre Fans in dieser Woche Champions-League-Luft schnuppern durften, steht am Wochenende wieder der Ligaalltag ins Haus.Zuletzt wurde bekanntlich auswärts der HSV baden geschickt und nun sollen die Fohlen von Dieter Hecking im heimischen Stadion gezähmt werden. Die Borussia zeigte zuletzt Nervenschwäche und einen deutlichen Abwärtstrend (Sieg, Unentschieden, Niederlage) und ist damit aktuell Tabellen-Neunter mit vier Punkten aus drei Spielen. Christoph Kramer fand nach der Niederlage gegen Frankfurt (!) deutliche Worte und kritisierte die eigene Spielweise als dumm und naiv.

Ganz anders da der Trend bei den Leipzigern: Abgesehen von der Auftaktniederlage auf Schalke stehen zwei klare Siege und mit sechs Punkten Platz 4 auf dem Konto. Mönchengladbachs Manager Eberl meint deshalb vor dem Spiel sogar respektvoll, dass RB diese Saison um die Meisterschaft mitspielen wird.

Dieter Hecking hofft trotzdem Werner & Co. stoppen zu können, räumt aber ein, dass das eine große Aufgabe wird.

Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams fuhr RB auswärts einen 2:1 Sieg ein.

Dabei müssen die Gladbacher diesmal voraussichtlich nicht nur auf Abwehrspieler Jantschke und Neuzugang Grifo verzichten, sondern auch auf Spieler wie Strobl, Traore, Bénes und Drmic, die sonst zum Stammkader gehören.

Spannend dürfte das Aufeinandertreffen allerdings trotzdem werden, denn die Borussia ist als starkes Auswärtsteam bekannt. Besonders interessant wird auch, wer der beiden Nationalstürmer sich und sein Team besser in Szene setzt: Werner oder Stindl. Wir dürfen gespannt sein. Obwohl… eigentlich wissen wir es doch schon. 🙂

MayThe4Th

RoteBullen gegen Fürsten – Vorfreude

Es ist soweit! Nach fast 30 Jahren spielt ein leipziger Verein im europäischen Wettbewerb. Unsere RotenBullen treten gegen den AS Monaco an. Unsere Vorfreude ist groß. Heute morgen an der S-Bahn kamen Mitglieder der Fangruppe Borsdorf schon mit Schal gekleidet. Wir können es kaum erwarten. Getrübt wird die Vorfreude durch das Verkehrschaos, denn die S-Bahn-Strecke ist durch Bauarbeiten gesperrt. Wir müssen uns daher mit dem Auto auf den Weg machen. Schön ist, dass es im Stadion nur alkoholfreies Bier geben wird. Das werden „emotionsfreie-Fans“ von „keinRadlerBitte-Fan“ endlich mal nicht kritisch angeschaut.

Auf eine Sieg gegen den AS Monaco! Vorwärts Rasenball! Leipzig überall!

Erstes Heimspiel: RoteBullen erwarten die Freiburger

Endlich, endlich geht es wieder los. Wir können es fast kaum erwarten. Aber in der vergangenen Woche wurde uns das Warten durch die Auslosung der Gegner in der Champions League verkürzt. Unsere RotenBullen sind in einer Gruppe mit Instanbul, Porto und Monaco. Aber zurück zu Freiburg: In der vergangenen Saison konnten wir beide Spiele gewinnen. Freiburg hat mit Grifo (ging zu Gladbach)  und  Philipp (ging zum BVB) zwei wichtige Spieler abgegeben. Mal sehen was es ausmacht. Jedenfalls ist es ganz wichtig, dass wir in dem Spiel am Sonntag drei Punkte holen. Denn nach der Niederlage im ersten Saisonspiel auf Schalke stehen wir auf Platz 15 – und das ist nicht der Anspruch der RotenBullen. Wir freuen uns auf das Spiel, die Stadionatmosphäre, die Fangesänge und die tollen Emotionen im Sektor B. Auf geht es RoteBullen, holen wir uns die ersten drei Punkte der Saison, wir feuern nach Kräften und lautstark an.

emotionsfrei