2:5 Niederlage gegen Hoffenheim

Liebe RB-Fans nach dem Spiel RB versus Hoffenheim,

wenn man solch einen Bericht nach solch einem Spiel erst am Dienstag danach schreibt, dann muss man ordentlich sortieren. Das Wunden lecken hat begonnen, von Verzweiflung, mutig nach Vorne schauen bis Häme ist mir alles als Kommentar untergekommen. Es war ein schlechtes Spiel – das kann man ohne jede weitere Einschränkung sagen. Für mich sind trotzdem zwei Sichtweisen nach wie vor hilfreich: Erstens können wir sagen: RB ist in der Bundesliga angekommen – und dazu gehören für mich Siegstrecken, die natürlich richtig Spaß machen, und dazu gehören Niederlagen – auch mehrere in Folge, die so richtig wehtun. Als zweites höre ich unseren Trainer Ralph Hassenhütl nach den ersten Niederlagen in der vergangenen Saison sagen: Es gibt viele Trainer in der Bundesliga, die mit mir gern tauschen würden und ganz andere Probleme haben z. Bsp. an der Elbe und am Rhein. Das gilt für mich in diesem Jahr genauso – was für eine tolle Leistung von Mannschaft und Trainer!!! Das ist kein „Schön-Reden“ eines schlechten Spieles, aber doch ein Blick auf die reale Situation. Wir sind immer noch in der zweiten Bundesligasaison auf einem internationalen Platz und haben mit dem Abstieg überhaupt nichts zu tun. Ich freue mich auf Bundesligajahr Nr. 3 in Leipzig.

Zum Spiel selber ist in der Tat nicht mehr viel zu sagen. Mittlerweile steht fest, dass Emil Forsberg diese Saison nicht mehr spielen wird. Die defensive Ausrichtung muss besser werden und die Chancenverwertung war – schon wenn man nur wenig Chancen hat – unterirdisch. Ein Lob an den Trainer möchte ich noch loswerden. Sein Lob für den Einsatz der Zuschauer kann ich nur unterstreichen. Dass im B-Block die Unterstützung für die Mannschaft wieder einstimmig erklang, war Balsam für die verletzte RB-Seele. Dass jedes Tor von RB (es waren nur zwei) wie ein Siegtor im B-Blick gefeiert wurde, war ebenfalls Gänsehaut pur. Und dass nach solch einem Spiel das Wort „Ausschreitung“ in Zusammenhang mit RB in Leipzig ein völliges Fremdwort ist – das möge so bleiben.

Ich habe die Hoffnung, dass wir auch wieder bessere Spiele zu sehen bekommen – auch von dieser Mannschaft und diesem Trainer. Deshalb bleibe ich dabei und freue mich, wenn es wieder heißt „Auf geht´´s, Leipziger Jungs…“

TE, Borsdorf