Europapokal! Leipzig international! – Nach 29 Jahren endlich wieder fussballerische Sternstunden in der Champions League gegen den AS Monaco

13.09.2017:  Es war ein Abend, der monatelang mit Spannung erwartet worden ist. Es war ein Abend, an dem RB Leipzig mitteldeutsche Fußballgeschichte schrieb. Ich selber hörte schon viele Tage vorher gerne die Champions-League-Hymne, weil ich es nicht mehr aushaltenkonnte.
Wir hatten uns mit Block 29, Reihe 2 gute Plätze erobert und verpassten den Einlauf wegen einer im Nachhinein sehr gut aussehenden Choreografie. RB Leipzig gegen den AS Monaco…Vizemeister der Bundesliga gegen den französischen Meister. Und es ergab sich ein spannendes Spiel.

Man kann eines bereits jetzt sagen: es war die ganze Zeit ein absolut ausgeglichenes Spiel. Monaco war taktisch gut eingestellt und ließ vor allem unserem Fußballgott Timo Werner kaum eine Chance. Eine gute Defensivarbeit und das Funktionieren der Abseitsfalle ließen unsere Roten Bullen nur schwierig offensiv zur Entfaltung kommen. Bis auf einen legendären Augenblick. Es läuft die 33. Minute Marcel Halstenberg spielt auf der vom Fanblock aus gesehen rechten Außenbahn einen langen Pass in die Spitze. Yussuf Poulsen lässt den Ball durch und Forsberg schnappt ihn sich. Im Umfeld von mir denken sich viele: Spiel ab Emil, denn Timo Werner war in der Mitte frei. Stattdessen aber nimmt Forsberg den Ball und schießt ihn aus spitzem Winkel ins lange Eck. Im Stadion bricht sofort ein unvergesslicher Jubel aus, es ist unser historisch erstes Tor in der Champions League. Doch leider hält die Führung nicht lange. Praktisch im Gegenzug fällt der Ausgleich für Monaco. Nach einer Flanke verlieren wir die entscheidenden Zweikämpfe und müssen infolgedessen ein unglückliches Tor durch Youri Tielemans schlucken. Danach war dann auch schon fast Halbzeitpause. 

In der zweiten Halbzeit überließ uns Monaco größtenteils den Ball, aber Werner in seiner unnachahmlichen Art, Tore aus unmöglichen Winkeln zu erzielen und Marcel Halstenberg nach einer Ecke verpassten es, weitere Tore zu erzielen. So mussten die Roten Bullen auch auf Konter der Monegassen aufpassen. Hierbei ist mir an diesem Abend Dayot Upamecano positiv aufgefallen. Sei es in einer Eins-zu-Eins-Situation Mitte der zweiten Halbzeit oder aber sein Solo in der ersten Halbzeit. Schlussendlich hatten wir am Ende nochmal eine große Chance durch Jean-Kevin-Augustin. Die Linienrichter haben das Abseits von ihm nicht mitbekommen, daraus entstand die große Chance. Was wir alle auch nicht mitbekommen haben und ich auch erst aus dem DAZN-Spielbericht weiß, ist ein Ellenbogencheck gegen Timo Werner im Strafraum der AS Monaco in der Nachspielzeit. Das hätte Elfmeter geben müssen, gab es aber nicht.

Fazit: RB Leipzig trennt sich von der AS Monaco schlussendlich 1:1. In einem ebenbürtigen Duell tappten die Rasenballer leider häufig in die Abseitsfall gegen taktisch clever agierende Monegassen, sodass es nicht zum Sieg reichte. Emil Forsberg hat mit einem tollen Tor Leipziger Fussballgeschichte geschrieben und unsere Defensive hat großartig verteidigt. Das macht Lust auf mehr, schon in zwei Wochen geht es auswärts gegen Besiktas Istanbul.
FST