Die Sache mit dem Schiri (0:2 gegen die Knappen verloren)

Wie man eine Saison am schönsten beginnt, ist seit eh und je klar: auf den angestammten Plätzen im Heimstadion, mit mindestens einer Bratwurst, Bier (oder Schorle für die Kids), vielen Tore durch entfesselt aufspielende 11 Jungs auf dem Rasen, im Block weht die Fahne,der Schiri hat nie Recht.
Nun, dass mit dem Heim(stadion) wurde schon mal nichts. Der DFB hatte sich für Gelsenkirchen entschieden und 500km waren für’s erste Spiel nicht überwindbar: den vielen Kindern der FGB war die Fahrt einfach zu lang und so wurde es nur ein halbes Heimspiel: auf dem Sofa. Und die Fahne wehte nicht, sondern hing nur an der Wand. Auch die Versorgung wurde morgens sichergestellt: Nach einem gemeinsamen Einkauf und dem Kaltstellen der lebensnotwenigen Flüssigkeitsversorgung konnte grünes Licht für den späten Nachmittag gegeben werden.
Und dann ging es los: Nach einigen floskelhaften Fernsehvoranalysen hat der Schiri ein Einsehen und pfeift die Partie an. Anstoß, erleichtertes Aufatmen, gespannte Stille.
Aber da war doch noch was…ah ja: die Sache mit der Bratwurst. Ups, vergessen einzukaufen. Aber es gibt ja Kühltruhen.

Schnell war aber nach dem Anpfiff eins klar: mit den vielen Toren wird es schwierig. Beide Teams arbeiteten intensiv defensiv, und zwar an einer neuen Variante der chinesischen Mauer. Zwar war –natürlich- Leipzig spielerisch überlegen und auch der Ballbesitzanteil war auf unserer Seite belegbar höher. Kam aber mal ein Ball näher zum Tor hatten entweder Keita oder di Santo ihre Füße im Spiel und sorgten für einen sauberen Kasten. Kurz vor der Pause der Dämpfer- 1:0. Naja, es gibt ja noch die Bratwurst. Der Grill hatte eine Halbzeit um heiß zu werden und Dank des beherzten Auftauens im Wasserbad konnten heiße Bratwürste die Stimmung aufhellen.

Und dann schien sich auch das Blatt zu wenden: zweite Halbzeit, jetzt aber: Elfmeter für uns! Klares Handspiel. Ups, der Schiri malt ein Viereck in die Luft: Nix da mit Elfmeter. Die Wiederholungen im TV zeigen aber doch deutlich: da war eine Hand dran…. Empörung, Protest. Aber leider hört man uns in Gelsenkirchen irgendwie nicht. Und es gibt dort offensichtlich andere Fernsehbilder (oder war das in Köln?!) Nun gut, unsere Jungs geben trotzdem alles!
Jenseits der 70. Minute ist aber alles entschieden: 2:0. So ein …

Nach reichlich 90 Minuten stimmt gar nichts mehr: es bleibt beim 2:0.
So können wir immerhin die Vorfreude auf den ersten Sieg noch konservieren.

Hab’ ich was vergessen? Ach ja, die Sache mit dem Schiri: Dass er im Stadion meist Unrecht hat, weiß ja jeder. Aber im Fernsehen ist es dann doch meist so, dass die Entscheidungen stimmen. Klingt komisch, ist aber so. Aber da hat heute ja mal gar nix gepasst.

KeinRadlerBitte